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Kommission und Europäische Investitionsbank starten städtische Investitionsplattform

14 December 2017

Bei der Eröffnung des Cities Forum in Rotterdam am 27. und 28. November 2017 startete die Europäische Kommission gemeinsam mit Europäische Investitionsbank (EIB) den neuen städtischen Beratungsdienst URBIS (Urban Investment Support). Dieser soll es Städten ermöglichen, ihre Investitionsvorhaben gezielter zu planen, sodass der Zugang zu Finanzmitteln erleichtert werden kann. Damit unterstützt er die Umsetzung von integrierten Stadtentwicklungsstrategien.

Die Investitionsplattform bietet individuelle Hilfe bei folgenden Maßnahmen:  

  • Sie unterstützt die Investitionsstrategie einer Stadt, ebenso wie die Beratung bei der strategischen Planung, die Priorisierung und Optimierung von Investitionsprogrammen sowie die Projektauswahl.
  • Sie hilft dabei, Projekte und Investitionsprogramme so anzupassen, dass diese Kreditwürdigkeit und Investorenreife erhalten - etwa mittels Nachfrageanalyse, Hilfe bei der finanziellen Strukturierung und Prüfung von Entwürfen von Finanzhilfeanträgen.
  • Sie unterstützt Städte dabei, Möglichkeiten für eine Finanzierung aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), aus den europäischen Strukturfonds oder aus beiden zu prüfen
  • Die Plattform hilft dabei, Vorarbeiten für Investitionsplattformen und Fazilitäten zur Kombination von Finanzierungsquellen zu erledigen, Kontakte zu Finanzintermediären herzustellen und die Durchführungsmodalitäten für solche Fazilitäten festzulegen.

Die beratende Unterstützung richtet sich an Projektvorhaben, die in eine integrierte Stadtentwicklungsstrategie eingebunden sind und sich an den Themen der „Städtischen Agenda der EU“ ausrichten. Der Beratungsdienst richtet sich sowohl an kleine als auch große Städte aller Mitgliedstaaten. Eine Unterstützung kann über die europäische Plattform für Investitionsberatung angefordert werden.
URBIS wird sich zunächst auf eine begrenzte Anzahl an Vorhaben konzentrieren. Diese ersten Arbeiten sowie die Nachfrage nach URBIS-Unterstützung seitens der Städte werden im zweiten Halbjahr 2018 von der EIB und der EU-Kommission bewertet. Wenn sich URBIS als erfolgreich erweist, könnten zusätzliche Ressourcen bereitgestellt werden, um die Initiative fortzuführen. Die Arbeiten und Analysen von URBIS werden in die laufenden Überlegungen zum nächsten Haushaltsrahmen nach 2020 einfließen und Schlussfolgerungen für die städtische Dimension in den Strukturfondsprogrammen ab 2021 gezogen werden.

Weitere Informationen: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-4941_en.htm

Artikel von Jonas Scholze, Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V.
Bildnachweis: Andreas Hermsdorf, pixelio.de