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Deutscher URBACT- Infotag in Hannover - Neue deutsche URBACT Projekt vorgestellt

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05 October 2016

Im Rahmen des 10. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik fand am 14. September 2016 in Hannover eine halbtägige Informationsveranstaltung zum URBACT-Programm statt. Unter den Referenten befanden sich auch der Leiter des URBACT Sekretariates in Paris, Herr Emmanuel Moulin.

Die Veranstaltung mit gut 70 Teilnehmern richtete sich sowohl an URBACT-Neulinge, als auch erfahrene Städte. Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, sich über das Programm zu informieren, als auch mit Verantwortlichen teilnehmender deutschen Netzwerkstädte, Lead Experten und politischen Vertretern über die praktische Arbeit in URBACT-Netzwerken zu diskutieren. Die Einführungsvorträge von Emmanual Moulin sowie Herrn Jonas Scholze (National Anlaufstelle) können online abgerufen werden. 

 

  • Eingangsvortrag Emmanuel Moulin: Download
  • Technische Vortrag Jonas Scholze: Download  

Neue Call in Vorbereitung: Herr Moulin wies bereits auf die Vorbereitungen des nächsten Call für Transfernetzwerke hin. Dieser ist für den Juni 2017 vorgesehen. Im Rahmen der Transfernetzwerke sollen Beispiele guter Praxis im Bereich der integrierten Stadtentwicklung auf „Follower – Städte“ übertragen werden. Ein interessantes bereits durchgeführtes Beispiel dieses Netzwerktypus ist das Projekt TUTUR aus Bremen. 

Aktuell sind acht deutsche und eine österreichische Stadt in URBACT-Netzwerke involviert. Drei davon stellten sich in Hannover vor. Dr. Natalia Petrillo ist Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg und nimmt am Netzwerk „ARRIVAL CITIES“ teil. Schwerpunkt ist die Organisation von Zuwanderung und die Integration von Geflüchteten. Von der URBACT-Teilnahme verspricht sich die niedersächsische Kommune eine Überarbeitung ihres Integrationskonzeptes von 2010. Außerdem soll Oldenburg als Willkommensstadt etabliert werden. Kurzvortrag 

„Schlafende Riesen wecken“ ist das Motto des Netzwerkes Second Chance, an dem sich die Stadt Chemnitz als Partner beteiligt. Dabei geht es um die Nachnutzung großer Gebäude, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben. Die Herausforderung für die Städte besteht darin, diese Bestände sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen oder kulturellen Nutzungen zugänglich zu machen und sie gemeinsam mit Anwohnern und Bürgerinitiativen Schritt für Schritt zu reaktivieren. In Chemnitz stehe die Reaktivierung des Spinnereimaschinenbaus in Altchemnitz im Vordergrund, so der Projektverantwortliche Thomas Mehlhorn. Kurzvortrag 

REFILL beschäftigt sich damit, wie Konzepte der Zwischennutzung unsere Städte „fit für die Zukunft“ machen können. Der Fokus liegt auf lokalen Unterstützungsmechanismen, langfristigen Auswirkungen und einer flexibleren, kooperativen öffentlichen Verwaltung. Die deutsche Stadt Bremen, vertreten durch die ZwischenZeitZentrale, ist bereits URBACT-erprobt und hat schon als gutes Beispiel am Pilotprojekt TUTUR in der vorhergehenden Förderperiode teilgenommen das sich ebenfalls dem Thema Zwischennutzung widmete. Kurzvortrag

 
 
Bildquelle: Jonas Scholze, DV