Klimaschutz in Aktion: Wie Kreislaufwirtschaft, industrielle Transformation und Beteiligung Städte verändern

Edited on 06/07/2026

Yoga im Fabrikhof, Löbau ©  Roxana Wegener

Netzwerk "GreenPlaces": Yoga im Hof der ehemaligen Anker-Teigwarenfabrik Löbau ©  Roxana Wegener

Von Juni 2023 bis Dezember 2025 beteiligten sich fünf deutsche Städte an insgesamt sechs URBACT-Aktionsplanungsnetzwerken: Leipzig, Löbau, Solingen, Mannheim sowie München in zwei Netzwerken. Drei dieser Netzwerke widmeten sich auf unterschiedliche Weise der Frage, wie Städte dem Klimawandel begegnen können. Die Stadt München setzte im Netzwerk „LET’S GO CIRCULAR!“ Impulse für die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Die Neue Effizienz gemeinnützige GmbH arbeitet mit der Stadt Solingen im Rahmen von „In4Green“ daran, den grünen Wandel in Unternehmen einer Industriestadt voranzubringen. Die Stadt Löbau wiederum verfolgte im Netzwerk „GreenPlaces“ das Ziel, eine ehemalige Nudelfabrik samt umliegender Grünflächen neu zu beleben.

Der Beitrag beleuchtet die Ansätze der drei Städte, zieht eine Bilanz ihrer Lernerfahrungen und zeigt, was die Wirkung des Europäischen Austauschs war und welche Maßnahmen sie in ihren Integrierten Handlungskonzepten (Integrated Action Plan) als zentrales Ergebnis der URBACT-Aktionsnetzwerke entwickelt haben. 

„LET’S GO CIRCULAR!“ in München – Kreislaufwirtschaft auf Stadtebene

München übernahm im Netzwerk „LET’S GO CIRCULAR“ die Rolle des Lead Partners, koordinierte das Netzwerk und steht exemplarisch für die Förderung von Wiederverwertung, Recycling und innovativen Lösungsansätzen auf kommunaler Ebene. Ziel der Stadt ist es, sich zu einer „Circular City“ zu entwickeln, die Ressourcen schont, Klimaneutralität erreicht und langfristig sowohl das gesellschaftliche Wohlbefinden als auch die wirtschaftliche Stabilität sichert. Eine sektorübergreifende Analyse der Materialströme hat einige zentrale Herausforderungen für die Stadt hervorgehoben: Aufgrund der Größe und Wirtschaftskraft der Stadt ist die Menge an Materialströmen und deren Volumen groß, gleichzeitig ist die Änderung des Konsumverhaltens der Bürger:innen schwer. Große Teile der Produktion liegen zudem außerhalb der Stadt und der angespannte Wohnungsmarkt verstärkt die Bauaktivitäten und Materialströme. 

Wie München Kreislaufwirtschaft konkret umsetzt

Um diese Herausforderungen anzugehen, hat München insgesamt 85 Maßnahmen erarbeitet und im Integrierten Handlungskonzept konkretisiert. Diese beinhalten unter anderem Kooperationen mit Lebensmittelrettungen und Vermittlungsplattformen zur Weiterverwertung von Lebensmitteln sowie ein Rücknahmekonzept für Mehrweggeschirr. Mit verschiedenen Maßnahmen soll die Reparatur und Weiterverwendung von Elektrogeräten verbessert werden. Dazu gehören auch sektorspezifische Stoffstromstudien, die Herkunft, Mengen und Nutzung von Materialien, Energie und Emissionen untersuchen. Zudem werden eine Werkzeugverleihbibliothek sowie Repair-Cafés eingerichtet. Weitere Projekte wie die „Circular Economy Beratungsstelle“ (CEB) beraten Unternehmen hinsichtlich nachhaltiger und ressourcenschonender Prozesse, während die Circular Munich Map Akteure aufzeigt, die sich bereits in der Kreislaufwirtschaft von München engagieren. 

„Wir hatten wirklich den Eindruck, dass alle Partner voneinander gelernt haben, auch wenn sie von der Größe und den Voraussetzungen her sehr unterschiedlich waren. Besonders in die Tiefe ging der Austausch bei einigen Schlüsselthemen wie der Stoffstromanalyse oder einem nachhaltigen Monitoring mit entsprechenden Indikatoren. Die öffentliche Vergabe ist ein Hebel, um Kreislaufwirtschaft zu fördern. Hier stellten einige Partner Piloten vor, aus denen sich allgemeine Empfehlungen für Kommunen ableiten ließen. Als Lead Partner haben wir uns außerdem besonders gefreut, dass bei den Projekttreffen oft Mitglieder aus den Urbact Local Groups mitgereist sind. Das hat den Austausch nochmal sehr belebt!“ 
- Wibke Borngesser, Stadt München, Gesamtprojektleiterin LET’S GO CIRCULAR!

Lessons Learned: Gemeinsames Lernen als Motor für Veränderung

Der kontinuierliche Austausch mit anderen Städten, das Teilen von Best-Practice-Beispielen sowie das offene Diskutieren gemeinsamer Herausforderungen erwiesen sich als zentral für die Entwicklung des Integrierten Handlungskonzepts und gleichzeitig für die Weiterentwicklung der Münchner Kreislaufwirtschaftsstrategie „Gemeinsam zirkulär handeln“. Durch integrierte politische Ansätze und eine gezielte, effiziente Kommunikation konnten sowohl die sektorenübergreifende Zusammenarbeit gestärkt als auch Wirtschaft und Bevölkerung aktiv eingebunden werden. Ein zentrales Element war zudem das Monitoring: Mithilfe klar definierter, messbarer Ziele können die umgesetzten Maßnahmen überprüft und das Integrierte Handlungskonzept fortlaufend an zukünftige Entwicklungen angepasst werden. Dass der Münchner Stadtrat am Ende der Projektlaufzeit die neue Kreislaufwirtschaftsstrategie positiv verabschiedete, war ein Highlight und machte den Weg frei für Münchens zirkuläre Zukunft. 

Netzwerk "LET’S GO CIRCULAR!": Projektabschluss in Granada, Spanien © Landeshauptstadt München


Kreislaufwirtschaft in München: Aktuelle Entwicklungen vor Ort

Gemeinsam mit der ebenfalls im Netzwerk „LET’S GO CIRCULAR!“ aktiven gemeinnützigen Gesellschaft Lisboa E-Nova initiierte die Stadt München erfolgreich das Horizon-Projekt CirCoFin (Circular Construction Finance). Ziel ist der Aufbau eines Circular Construction Hub, in dem Abbruchmaterialien gelagert, aufbereitet und in einem öffentlich zugänglichen digitalen Inventar erfasst werden. Aufbauend darauf konnten in diesem Themenbereich weitere Kooperationen und Veranstaltungen angestoßen werden. Dazu zählen unter anderem eine seit Februar 2026 bestehende Kooperation mit Lebensmittelrettungs- und Vermittlungsplattformen, gefördert durch die Sparkasse München, sowie eine Veranstaltung zum Aufbau eines digitalen Kompetenzzentrums für nachhaltige Beschaffung. Zudem wurde das interaktive Flipbook des Netzwerks in den Katalog der EU-Website zur Kreislaufwirtschaft aufgenommen. Aktuell prüft die Stadt potenzielle Folgeprojekte und Verknüpfungen zu weiteren Themenfeldern, etwa im Textilbereich.

Cover Final Network Product: 
Flipbook "LET’S GO CIRCULAR!" 
© Landeshauptstadt München

Mehr Informationen zum URBACT-Netzwerk „LET’S GO CIRCULAR“ in München:

 

 

„In4Green“ in Solingen – Industrielles Erbe nachhaltig gestalten

Im Netzwerk „In4Green“ lag der Fokus auf der Umgestaltung und grünen Nutzung von ehemaligen Industrieflächen. Solingen liegt in einer der ältesten Industrieregionen Deutschlands und ist Heimat für diverse Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen geworden. Um eine ressourceneffizientere Wirtschaft aufzubauen und gleichzeitig ihr industrielles Erbe zukunftsfähig umzugestalten, will die Stadt gemeinsam mit der regionalen Transformationsgesellschaft Neue Effizienz gemeinnützige GmbH bestehende Maßnahmen wie Solarenergie, E-Mobilität weiter ausbauen. Auch Digitalisierung und entsprechende Lern- und Anwendungsmöglichkeiten sind wichtige Themen für die zukünftige Entwicklung der Stadt. 

Beispiele für nachhaltige Transformation in Solingen

Zur Umsetzung der nachhaltigen Ansätze sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in finanziellen, strategischen und Sachfragen unterstützt werden. Ein schon vor dem Projekt etabliertes Praxisbeispiel als „Ort der Veränderung“ in Solingen ist die Gläserne Werkstatt, in der regionale Güter hochwertig und nachhaltig produziert werden und Nachhaltigkeit in Veranstaltungen im Vordergrund steht. Auch wird seit Jahren das Ökoprofit-Programm angeboten, bei dem Unternehmen erste Einblicke in Energie- und Ressourcenfragen erhalten und diskutieren. 

Im Projektverlauf wurde auf diese Vorarbeiten zurückgegriffen und konkretisiert. So wurden im Gewerbegebiet Dyckerfeld intensive Dialoge zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik geführt. Ziel war und ist es, Unternehmen mit sich ergänzenden Materialverfügbarkeiten und -bedürfnissen zu vernetzen, nachbarschaftliche Energiesysteme zu etablieren oder Mobilitätsbedarfe insbesondere der Mitarbeitenden zu harmonisieren. Auch im digitalen Bereich gibt es Beratungs- und Trainingsangebote für Unternehmen, zudem sollen Veranstaltungen wie Hackathons und Networking-Events digitale Innovationen fördern.

„Der europäische Austausch hat uns gezeigt, dass viele Städte vor sehr ähnlichen Herausforderungen bei Klimaschutz, -anpassung und Ressourcenschonung stehen. Gleichzeitig gehen einige Länder dabei deutlich pragmatischer mit Lösungsansätzen um. Besonders wertvoll war für uns zu sehen, dass Städte voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren können, denn unterschiedliche kulturelle Hintergründe führen oft zu anderen Schwerpunkten. Gerade für kleinere Kommunen bietet die methodische Unterstützung durch URBACT zudem eine wichtige Struktur und konkrete Werkzeuge.“ 
- Jochen Stiebel, Geschäftsführung, Neue Effizienz gemeinnützige GmbH, Teil des Projektteams Solingen bei „In4Green“

Lessons Learned: Auch nationalen Austausch nutzen & Ergebnisse verankern

Neben den Methoden für die Entwicklung des Integrierten Handlungskonzepts und der URBACT-Toolboxen erwies sich für Solingen auch der Austausch mit anderen deutschen Städten als wertvoll. So bot der URBACT National Campus 2024 in Leipzig wichtige Impulse, etwa im Hinblick auf Fördermöglichkeiten zur langfristigen Verstetigung der Projekte. Zugleich hebt die Stadt hervor, wie entscheidend die frühzeitige Einbindung relevanter Akteur:innen durch die URBACT Local Group ist. Ebenso wichtig war für die Stadt die systematische Integration der erarbeiteten Ergebnisse in bestehende Strukturen und Strategien, um die entwickelten Ansätze nachhaltig zu verankern. 

Netzwerk "In4Green": Transnationales Meeting in Salerno, Italien © Thanos Gkourompinos, Stadt Larissa, Griechenland


Industrielle Transformation in Solingen: Aktuelle Entwicklungen vor Ort

Auch nach dem Projektende werden die Ansätze in Solingen konsequent weiterverfolgt. Besonders hervorzuheben ist der intensive Austausch zwischen der öffentlichen Hand – insbesondere der Neuen Effizienz gemeinnützige GmbH und der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH – und den Unternehmen vor Ort. Dieser zeigt sich beispielsweise in der fokussierten Zusammenarbeit mit metallverarbeitenden Betrieben, die durch die URBACT Local Group des Netzwerks „In4Green“ zusätzlich gestärkt wurde. In enger Kooperation mit den Stadtwerken Solingen wurden zudem neue, integrierte Angebote zur Verbesserung der betrieblichen Mobilität in Gewerbegebieten entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei der partnerschaftliche Austausch auf Augenhöhe sowie der klare Fokus auf die praktische Umsetzung konkreter Maßnahmen.

Mehr Informationen zum URBACT-Netzwerk „In4Green“ in Solingen:

  • Integriertes Handlungskonzept von Solingen und Netzwerk-Website

  • Praxisorientiertes Playbook mit strukturierten Umsetzungswegen, Startschritten, Monitoring-Methoden und Praxisbeispielen

  • Interview mit Anna Mader, Leiterin des Bereichs Circular Economy bei der Neuen Effizienz in Kooperation mit der Stadt Solingen, September 2025

Netzwerk "In4Green": KI-Visualisierung zur Weiterentwicklung der Mobilität in Gewerbegebieten. Eine ähnliche Mobilstation soll in Solingen aufgestellt werden. © Neue Effizienz gemeinnützige GmbH

 

„GreenPlace“ in Löbau – Revitalisierung und Geschichte erlebbar machen

Löbau engagierte sich im Netzwerk „GreenPlace“ mit dem Ziel, eine leerstehende Fabrik nahe des Stadtzentrums durch Beteiligung der Bevölkerung langfristig zu revitalisieren. Im Fokus liegt dabei die Fläche der ehemaligen Anker-Teigwarenfabrik im Zusammenspiel mit dem benachbarten Wohnhaus des Nudelfabrikanten Fritz Schminke vom Architekten Hans Scharoun. Das Projekt „FABRIK reanimiert“ hat zum Ziel, das Gelände wieder herzurichten und als Wohlfühlort für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Löbau setzt neben der multifunktionalen Nutzung des Geländes vor allem auf den touristischen Wert des Haus Schminke, seine internationale Bekanntheit und die lokalen Erinnerungen der Bevölkerung an das Haus und die Nudelfabrik. Diese Potenziale sollen gezielt für eine positive Entwicklung genutzt werden.

Mitmachen, mitdenken, mitgestalten: Beteiligung als Erfolgsfaktor

Nach diversen Probenutzungen und Evaluierungen wird im Integrierten Handlungskonzept von Löbau eine Mischnutzung des Areals anvisiert, die wirtschaftlich und politisch unabhängig tragfähig sein soll. Anträge auf Förderung für die zukünftige Sanierung und zusätzliches Personal für den weiteren Betrieb laufen derzeit. Um bis zur erfolgreichen Revitalisierung das Interesse an dem Gelände und seiner Nutzung aufrechtzuerhalten, wurde der sogenannte „Nudel-Stammtisch“ ins Leben gerufen. Geleitet durch die Stiftung Haus Schminke treffen sich Privatpersonen, lokale Vereine und Initiativen circa alle sechs Wochen. Der Stammtisch informiert über die Entwicklung der „Nudelei“ und fungiert auch als „Ideenschmiede“ für die derzeitige Nutzung des Areals. 

Die weitere Planung sieht vielfältige Maßnahmen vor: Neben dem maximalen Erhalt der Bausubstanz im Zuge einer zukünftigen Sanierung soll der architektonische und kulturhistorische Wert der Fabrik touristisch entwickelt werden. Auch der Architekt Hans Scharoun und seine Verbindungen zur Stadt werden unter dem Titel „Scharounorte in Löbau“ thematisiert. Die stetige Aktualisierung des Nachnutzungskonzepts und die enge Einbindung der Bevölkerung werden die nachhaltige Nutzung des Geländes und die Implementierung von Probenutzungen als regulären Bestandteil des Betriebs unterstützen. 

„Spannend im europäischen Austausch waren die unterschiedlichen Finanzierungskonzepte und Fördermöglichkeiten in den jeweiligen Ländern. Von der teilweise anderen Herangehensweise der Partnerstädte an ihre jeweiligen Projekte im Gesamtkontext bis zu einzelnen „Testing actions“ ergaben sich immer wieder neue Inspirationen und Ideen für die eigenen Projektbausteine. Dabei ist der tatsächliche persönliche Austausch gegenüber einer rein digitalen Veranstaltung etwas Besonderes: Nicht nur die direkten Gespräche mit dem Gegenüber, sondern auch die Besichtigung der jeweiligen Projekte vor Ort und die Beurteilung in kurzen „peer reviews“ waren extrem hilfreich.“ 
- Julia Bojaryn, Leiterin Stiftung Haus Schminke & URBACT-Local-Group-Koordinatorin 

Lessons Learned: Mit lokalen Akteur:innen zur passgenauen Entwicklung

Mit Unterstützung des Netzwerks konnten in kurzer Zeit Konzepte für die Revitalisierung und künftige Nutzung des Areals entwickelt werden, die als Grundlage für weitere Förderanträge dienen. Im Rahmen des „GreenPlace“-Projekts hat die Stadt Löbau erstmals eine formelle URBACT Local Group eingerichtet. In dieser Gruppe arbeiten zentrale Akteur:innen gemeinsam an den lokalen Herausforderungen. Während die Verwaltung bisher vor allem auf kurze Wege setzte, schafft die Gruppe nun einen strukturierten Rahmen für Austausch und Zusammenarbeit. Vertreten sind u. a. Stadtverwaltung, Bürgermeister, Kulturstiftungen, Umweltverbände, Bildungseinrichtungen und Versorgungsunternehmen. Innerhalb dieser Gruppe wurde insbesondere die Verbindung von lokaler Geschichte, Bedarfen der Bevölkerung und innovativen grünen Lösungen gestärkt und koordiniert vorangetrieben.

Netzwerk "GreenPlaces": Planungswerkstatt in der Anker-Teigwarenfabrik Löbau © Roxana Wegener


Nudelfabrik Löbau: Aktuelle Entwicklungen vor Ort

Die Arbeit im URBACT-Netzwerk sowie die Erstellung des Integrierten Handlungskonzepts haben wesentlich dazu beigetragen, die nächsten Schritte zur Belebung der Nudelfabrik zu strukturieren und gezielt vorzubereiten. Dadurch ist es aktuell auch einfacher, weitere Fördermittel zu beantragen. Für 2025/2026 liegt der Fokus auf dem Außengelände und der stärkeren Verknüpfung mit dem benachbarten Haus Schminke. Über ein LEADER-Projekt wurden touristische Hinweistafeln installiert und die Verbindung zwischen beiden Grundstücken verbessert. Der ehemalige Pausenbereich wurde instand gesetzt. Mit Schulklassen wird der Feuerlöschteich renaturiert und ökologisch aufgewertet. Regelmäßig stattfindende kleinere Events auf dem Fabrikhof sorgen auch in diesem Jahr dafür, das Interesse in der Löbauer Bevölkerung zu erhalten und den Schwung aus „GreenPlace“ in zukünftige Projekte weiterzutragen. 

Mehr Informationen zum URBACT-Netzwerk „GreenPlace“ in Löbau:

Netzwerk "GreenPlaces": Liegestühle im Hof der ehemaligen Anker-Teigwarenfabrik Löbau © Merte Stork

 

Vom Austausch zur Umsetzung: Bilanz der Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit im URBACT-Netzwerk hat den Städten nicht nur neue Perspektiven eröffnet, sondern ganz konkrete Impulse für ihre Arbeit vor Ort gegeben. Dabei wurden Themen aufgegriffen, die in der Stadt bereits auf der Agenda standen. Durch die Expertise der Lead-Expert:innen, die Methoden des URBACT-Programms sowie den Austausch mit europäischen Partnerstädten und lokalen Akteur:innen konnten sie in kurzer Zeit deutlich vorangebracht werden. Der intensive Austausch mit anderen europäischen Städten, das Kennenlernen erprobter Ansätze und die gemeinsame Reflexion eigener Herausforderungen haben dazu beigetragen, Strategien gezielt weiterzuentwickeln und zu schärfen.

Gleichzeitig bot die strukturierte Arbeit am Integrierten Handlungskonzept einen klaren Rahmen, um Ideen systematisch auszuarbeiten und in umsetzungsreife Maßnahmen zu überführen. Auch Formate wie der URBACT National Campus ermöglichten punktuell einen vertieften Austausch auf nationaler Ebene und lieferten zusätzliche Impulse, etwa zur Verstetigung von Projekten.

Die Beispiele aus München, Solingen und Löbau zeigen, wie wichtig dabei sowohl der Blick über die eigene Stadt hinaus als auch die Einbindung lokaler Akteur:innen ist. So entstehen Lösungen, die fachlichen Austausch mit lokalem Wissen verbinden und den Weg zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung konkret ebnen.

 

Artikel von Dorothea Löffler. 

Submitted by on 06/07/2026
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Heike Mages

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